Aus den Tiefen geborgen

TIROLER STEINÖL – HEILMITTEL MIT BEWEGTER VERGANGENHEIT

Ein ganz besonderer Saft wird nicht weit von der Alpenrose entfernt, im Bächental mitten im Karwendelgebirge, gewonnen. Dort befindet sich die mittlerweile einzige Abbaustelle für dieses unvergleichliche wirkstoffreiche Produkt, dessen Geschichte hunderte Millionen Jahre zurückreicht.

Als das Urmeer Thetys Europa flutete, bildeten abgestorbene Organismen wie Plankton oder Meeralgen Sedimentschichten. Der Sauerstoffmangel in diesen Meerestiefen, verbunden mit großem Druck, führte zur Konservierung und Umwandlung dieser Organismen in Ölschiefer. Das Meer versiegte, die Alpen falteten sich auf – der Ölschiefer trat an die Oberfläche. Das heißt, er zeigt sich im Gestein als dunkelbraune Adern, und daraus muss die kostbare Flüssigkeit Tropfen für Tropfen gewonnen werden. Das Steinöl wird dem Gestein im Rahmen eines komplexen Brennvorgangs geradezu abgetrotzt.

Die Steinölbrennerei der Familie Albrecht befindet sich heute im Bächental im Karwendel, einem nicht leicht zugänglichen Tiroler Landstrich, der mit dem Auto nur über Bayern, vom schön gelegenen Sylvensteinsee und über den kleinen Ort Fall („Der Jäger von Fall“) aus erreichbar ist. Dort, auf rund 1.400 Meter Seehöhe wird das Tiroler Steinöl gewonnen und gereinigt, um dann zu überaus wirksamen Pflege- und Heilprodukten verarbeitet zu werden.

Der im Ölschiefer gebundene Schwefel entfaltet seine Wirksamkeit im Tiroler Steinöl. Deshalb sind die Seifen, Hautcremes, Duschgels, Haarpflege- und viele weitere Produkte besonders hautfreundlich und kommen u.a. bei Psoriasis, Akne oder anderen Hautproblemen zum Einsatz, da sie antiseptisch und entzündungshemmend wirken. Auch für Zug- und Rheumasalben hat sich Steinöl dank seiner schmerzlindernden und entspannenden Wirkung bewährt. Bei Tiroler Steinöl der Familie Albrecht wird mittlerweile ein ausgereiftes Produktsortiment angeboten, übrigens nicht nur für Menschen. Auch Lotionen bzw. Shampoos für Pferde, Hunde oder Rinder erweisen sich als hilfreich und effizient.


EIN KAMPF DER RIESEN UND EIN MINERALIENFUND

Im 14. Jahrhundert entdeckte man im Raum Seefeld Ölschiefer, und das daraus gewonne Steinöl wurde von fahrenden Händlern als „Türschenbluet für Vieh und Leut‘ guet“ erfolgreich angepriesen. Die Seefelder Gesteine baute man bis Mitte der 60-er Jahre des 20. Jahrhunderts ab, und auch eine Steinölproduktion hatte in dieser Gegend, in Scharnitz, ihren Sitz. Allerdings gründete Martin Albrecht bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Tiroler Steinölbrennerei in Pertisau. Als leidenschaftlicher Mineraliensammler „stolperte“ er 1902 nahe der Gaisalm über einen dunkelbraunen Felsbrocken, den er als Ölschiefer identifizierte. Einige Jahre später entdeckte er das große Vorkommen im Bächental und sicherte sich die Abbaurechte auf alle Zeiten. So wurden nun die Mitglieder der Familie Albrecht zu den Experten für Tiroler Steinöl, die sich mit Abbau und Veredelung beschäftigen und damit ausgesprochen erfolgreich sind. Im Vitalberg in Pertisau laden sie große und kleine Besucher auf eine Entdeckungsreise zu Geschichte und Geschichten rund um Tiroler Steinöl ein.

Und der Riese? Wie kommt der ins Spiel? Der Sage nach kämpften einst die beiden Riesen Haymon und Thyrsus im Raum Zirl erbittert miteinander. Haymon, übrigens der sagenhafte Begründer des Klosters Wilten in Innsbruck, siegte über Thyrsus, der aus einer Wunde stark blutete. Dieses Blut verwandelte sich dann in Steinöl. Etymologisch interessant: Lange Zeit war Tiroler Steinöl im Volksmund als „Dirschenblut“ oder „Tyrschenblut“ bekannt. 

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